Geschrieben von: Webmaster Montag, den 14. November 2011 um 21:06 Uhr
16. Seedurchquerung 2011
Lieber etwas spät als nie reichen wir hier noch den Bericht unseres Ehrenpräsidentes René Maurer zur 16. Seedurchquerung 2011 durch den Greifensee nach.
Ebenfalls haben wir ein Pressebericht und eine Medienmappe dazu erhalten.
Vielen Dank René und viel Spass beim Lesen...
rm – Keine 14 Tage sind seit dem Brienzerseeschwimmen vergangen, als der Sommer 2011 doch nochmals ins Land zog … und wie! Schon am Morgen des 20. August 2011 zeigte das Thermometer Richtung Tropenhitze, als sich zwischen 8.45 und 9.00 Uhr die nachfolgenden SLRG-Mitglieder auf dem Parkplatz vor dem Hallenbad Muttenz einfanden: Margrit Aebi, Bernadette Hiller, Daniela Moretti, Denise Sandi, Brigitte Wüthrich sowie einmal mehr der Schreibende (hejo drno, wer schreibt denn sonst den Bericht). Maya Banz, Monika Röthlisberger und Theres Russo fuhren schon vor und Doris Heuscher und Marianne Tschudin aus dem Fricktal belasteten die Umwelt auch nicht noch mit einer zusätzlichen Fahrt nach Muttenz. Marianne Bürgi wurde vom Schreibenden am bekannten Rheinfelderkreisel aufgenommen und laut Maya’s Liste ist Daniela Frings alleine ins zürcherische Uster gefahren, wo neben der Seedurchquerung auch ein Walking und Nordic Walking angeboten wurde. Da ich zu meiner Schande nicht alle Damen mit Namen kenne (sorry!), hoffe ich doch, dass die Liste von Maya mit den hier aufgeführten Teilnehmenden übereinstimmt. Die Teilnehmerinnen der Gruppe von Andrea Leemann trafen sich ebenfalls auf dem Parkplatz und mit vielen Pferdestärken unter der Haube ging’s los.
Nach einer kurzweiligen Fahrt (ich hoffe, auch bei den anderen …) trafen wir auf dem Parkplatz beim Schwimmbad in Niederuster ein, wo praktisch schon alle Plätze belegt waren. Treffpunkt war die grosse Scheune und hier war dann auch unsere Gruppe komplett (… oder?). Wir wurden nun mit Hüetli, Kühlbox, Duschcrème und Mineralwasser eingedeckt. Diejenigen, welche sich vor der Seedurchquerung noch mit Nordic Walking aufwärmen wollten, was bei dieser Hitze fast schon auf Selbstverstümmelung hindeutete, erhielten noch einen Sack vom Engadiner Skimarathon (welchem aber keine Kühle des Winters entwich), um die Utensilien für die Seedurchquerung zu deponieren, welche freundlicherweise vom Veranstalter an den Start in Maur transportiert wurden.
Bis zum Start des Nordic Walking, resp. zur Überfahrt an den Startort in Maur blieb uns noch einige Zeit, um uns entsprechend vorzubereiten, das letzte „Angschdbissi“ loszuwerden oder die diversen Stände der Sponsoren für Wettbewerbe abzuklappern.
Kurz, bevor die Sonne im Zenit stand, wurden die Walker und Nordic Walker zum von Suvaliv organisierten Aufwärmen animiert. Schon diese Ankündigung trieb uns die ersten Schweisstropfen aus den Poren und bevor wir mit Arm- und Beinbewegungen zu schwingender Popmusik unsere eingerosteten Muskeln lockerten, rannen schweisstreibende Bäche unseren Körpern entlang und befeuchteten die Wiese, welche uns als Einturnplatz diente. Und dann die erlösenden Worte: „Besten Dank für’s Mitmachen und in ein paar Minuten werden die Walker auf die Strecke geschickt, gefolgt im Abstand von 5 Minuten von den „stockbesessenen“ Nordic Wal-kern“. Als Eltern schickt man Mensch und Tier zu dieser Zeit ins Haus oder mindestens in den Schatten, nicht aber die Teilnehmer für die Walkingstrecke und so harrten wir die letzten Minuten und Sekunden schat-tensuchend vor dem Ziel aus, bis der Startschuss erfolgte.
Der Start war harzig und laufend gerieten wir mit Stöcken und Absätzen in Bedrängnis. Das Volk von Uster und Umgebung pflegte zu dieser Zeit das „dolce far niente“, liess die zarten Filets auf dem Grill bräteln, genoss das Liegen im Schatten auf weichem Gras oder kühlte sich im Greifensee ab. Wir aber nicht – wir wurden wie Ausserirdische belächelt – aber nichtsdestotrotz schalteten wir unsere Gangart auf „vorwärts“ und kamen gelegentlich auch in schattige Waldstücke. Da die Strecke entlang dem Greifensee verlief, war diese praktisch die ganze Zeit über eben. Dreimal wurden wir mit Streckentafeln über die bereits zurückgelegte Distanz informiert und oberhalb des Sees nach Halbzeit standen isotonische rivellasierende Getränke bereit. Das gab uns den nötigen Schub und mit gestärkten Kräften nahmen wir auch noch die letzten Kilometer unter Schusters Rappen.
Dann hörten wir die Suvaliv-Aufwärmtruppe und wussten, das 1. Ziel am heutigen Tag kann nicht mehr weit entfernt sein. Nach 1 ½ Stunden trafen wir in Maur ein und dann sahen wir sie, die „Rotkappen“ am Seeufer, vermischt mit einigen „Weissen“, welche ebenfalls mit uns die Nordic Walking Strecke absolviert hatten, aber ein bisschen schneller am Ziel eintrafen und somit mit den „Roten“ starten durften. Über dem See sahen wir nun die diversen Farben (sprich Hüetlifarben) gen Badi Niederuster walken. Wir entledigten uns unseren Schuhen und verschwitzten Kleidern, ergänzten die vergossenen Schweisstropfen mit Rivella und fanden uns schon bald am Startufer ein, als im Hintergrund die „Violetten“ ihre zaghaften Einwärmübungen absolvierten.
Maya konnte es nicht abwarten und schlich (schwamm) sich heimlich in eine gute Startposition. Nach endlos langen Minuten und Ausharren im See kam der erlösende Start. Wie in den letzten Jahren begann nun das Geschnatter, getreu dem Motto: „Talking statt Walking“. Die Distanz von 1,3 km war nicht zu lang, aber Walking im See ohne Bodenberührung birgt schon einige Anstrengungen mit sich. Maya und ich führten diese Gruppe an und im Hintergrund musste eine Gruppe Damen Wasser verlangen, weil ihre Kehlen aufgrund der laufenden Mundwerke auszutrocknen begannen. Wir kamen unserem 2. Ziel immer näher und nach einer knappen Stunde entstiegen wir zu den Klängen des „Pandolero Steelor-chestra“ dem algenversetzten Greifensee. Bald schon waren auch die letzten der 1‘800 Teilnehmer aus dem Wasser gestiegen. Gemäss meiner Ansicht war den Anteil am starken Geschlecht dieses Jahr viel kleiner oder vielleicht hat sich ja auch das starke Geschlecht ins weibliche umgewandelt und hätte dann dementsprechend zum Vorjahr sogar zugenommen.
Duschen und ein weiterer Rivella- und/oder Bouillonschub verhalf uns zu zusätzlichen Kräften, damit wir die grossen Spaghettiportionen „vernichten“ konnten. Noch einige letzte Abschiedsworte und dann führte uns der Weg zum sprichwörtlich „heiss“-geliebten fahrbaren Untersatz. Nach einigem coolen Lüften setzten wir uns auf die Polster und fuhren klimatisiertbegleitend unserem heutigen letzten Ziel zu, nach Hause.


