Geschrieben von: Webmaster Mittwoch, den 25. August 2010 um 20:11 Uhr
15. Seedurchquerung 2010
rm – Nach vielen Regentagen hatte Herr Bucheli wieder einmal Einsicht und für den Samstag, 21. August 2010 sommerliches Wetter angesagt. Entsprechend positiv und gut gelaunt trafen wir uns um viertel vor neun vor dem Hallenbad Muttenz. Maya war sehr enttäuscht, weil sie doch noch sieben Absagen entgegennehmen musste, teils begründet, teils …, na ja? Als Andrea Lehmann, welcher wir wie jedes Jahr die blauen Hüetli, den Start in der ersten Gruppe sowie die wie immer reibungslose Organisation verdanken, auf dem Parkplatz eintraf, mussten wir mit Bedauern feststellen, dass sie sich uns distanzierte, weil sie von der schleichenden Grippe betroffen war. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie Forfait geben und uns alleine gen Uster fahren lassen. Die guten Vorbereitungen und die optimale Zusammenarbeit mit Maya liessen auch unter diesen Umständen keine Wünsche offen. Härzligge Dangg und gueti Besserig!
Gemeinsam fuhren wir alle alleine in den für Basler beliebten Kanton Züri! (gäll Maya, Du weisch, was ich mein!). Der Himmel war blau und die Sonne schien, als wir das Baselbiet verliessen. Im Fricktal gesellten sich jedoch viele Wolken und Nebel dazu, was uns in Erstaunen versetzte, denn in letzter Zeit lagen Herr Bucheli und sein Team von Meteo Schweiz doch mehrheitlich richtig. Eines Besseren wurden wir dann wieder belehrt, als wir aus dem Bareggtunnel fuhren. Die Sonne schien wieder auf‘s Autodach und in unsere Herzen und ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir den Parkplatz in Niederuster.
Da wir frühzeitig eingetroffen waren, bereiteten wir uns nun badebekleidend und begürtelnd für unseren Marsch durch den See vor, schlenderten noch mehrmals an den Ständen der Sponsoren vorbei, bis alle Wettbewerbe richtig und vollständig in die Urnen wanderten und auch der abschliessende obligate Besuch der Toi-Toi-Kabinen durfte natürlich nicht fehlen, um das letzte Angstbr… noch zurückzulassen.
Plötzlich erreichten uns Meldungen über verkürzte Strecke, keine Seedurchquerung und kaltes Wasser. Als dann endlich auch der Speaker sein Mikrophon in den Händen hielt, wurden wir informiert, dass die Seetemperatur „nur“ 20° beträgt und die Seepolizei eine Durchquerung nicht freigegeben habe. Kalt? 20°? Was soll das? Wir sind doch ganz anderes gewohnt (siehe Bericht 39. Brienzerseeschwimmen). Aber was soll’s, wir haben uns zu fügen und so fanden wir uns in der Nähe des Bootsstegs ein, um zu animierender Musik und unter kundiger Leitung von SuvaLiv die Glieder zu lockern und die Körpertemperatur auf Vollspeed zu trimmen. Die starke Sonneneinstrahlung tat das ihrige dazu und so wurden wir schwitzend auf den ein Kilometer langen Fussmarsch geschickt.
Unterwegs marschierten wir an unzähligen Bade- und Sonnenhungrigen vorbei, welche ob der grossen Schar blaubemützter schwitzenden Aquafitterinnen und –fitter ihre auf heissen Kohlen brutzelnden „Fleischereien“ mit rotierenden Augen unter Aufsicht hielten.
Dann erreichten wir den Startplatz, welcher mit bunten Ballons gekennzeichnet war, wie auch die zahlreichen für die Sicherheit bereitstehenden Boote vom Start bis ins Ziel. Letzte Anweisungen wurden an die „blauen“ übermittelt, während die Leiterinnen der jeweiligen Gruppen mit gelben Ballons bestückt wurden – ob man damit wohl die Sinkstelle markieren wollte, falls diese unterwegs untergehen sollten?
Und nun erfolgt der Start der ersten Gruppe. Begeisternd sprangen sie in die Fluten und ein Bootsführer gab später der Zeitung „Zürcher Oberländer“ zu Protokoll, dass eine Horde Gänse leiser ist als die Aquafitterinnen beim Einstieg (ich nehme mal die Aquafitter aus, da diese unter der Teilnehmerzahl von ca. 1‘800 TeilnehmerInnen mit 9% eine relative kleine Gruppe darstellen und dementsprechend leiser ins Wasser gleiten?!).
Der Geräuschpegel wurde immer kleiner, aber bei so vielen Frauen kann dieser gar nie abklingen. Aus diesem Grunde war während der ganzen Strecke eine Unterhaltung spürbar. Konnte das Mundwerk nicht mehr laufen, wurde auf Schwimmen umgestellt und sogleich ging das „Geschnatter“ weiter …!
Nach 40 Minuten erreichten die ersten das Schwimmbad in Niederuster, wo wir unter den Klängen der Steelband „PanChitas“ begrüsst und von den Gästen klatschend empfangen wurden. Unter www.zo-online.ch kann der entsprechende kurze Videoclip mit Ausschnitten angeschaut werden. Hie und das sieht man eine Ente, mit welcher unser Haupt, resp. unser blaues Hüetli dekoriert war.
Als alle das sichere Ziel erreicht hatten, stellten wir unseren Kalorienhaushalt nach teilweise langer Wartezeit (der Steamer für Spaghettis wollte nicht so, wie geplant war) wieder ein. Auch hier wurden noch Plaudereien abgehalten und alle waren sich einig: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“
Nun kam die Zeit des Aufbruchs. Die Autos wurden gefüllt und mit einer Erinnerung mehr im Gepäck fuhren wir im strahlenden Sonnenschein nach Hause zurück.


